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Schinkelwettbewerb 2005 Fachsparte Landschaftsarchitektur
 

 

"So mild die Landschaft und so kühn..."
Klein Glienicke zwischen Berlin und Potsdam

Zum 150. Schinkelfest macht der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin das Areal um das 2003 teilabgebrannte Jagdschloss Glienicke zum Gegenstand.

Das Gebiet markiert einen Ausschnitt der Berlin-Potsdamer Schlösser-Landschaft und ist als solches integraler Bestandteil des 1993 zum Weltkulturerbe erhobenen Schlösserensembles.

 

Für die gesonderte Aufgabe Landschaftsarchitektur wurde ein klassischer Objektentwurf für einen Teilbereich des Dorfes und die Gärten der Schweizer Häuser unmittelbar am Bäke-Graben gefordert. Es wurde ein freiraumarchitektonisches Konzept vom Griebnitzsee über den Damm der Schlossachse (Waldmüllerstraße) und den Bäke-Graben/ der Bäke-Niederung bis zur Glienicker Lake unter Einbeziehung des Hangfußes des Böttcherbergs mit den Schweizer Häusern im Maßstab 1:1000 erwartet.

 

 

Auszug aus den Entwurfserläuterungen:
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Es ist eine fußläufige Erschließung vom Park Babelsberg über die Parkbrücke bis hin zum Böttcherberg vorhanden. Als optische Verbindung dient hier die aus Prunus avium 'Plena' bestehende Allee.

Die Waldmüllerstraße erhält durch das Natursteinpflaster und die begleitende Straßenbeleuchtung im Süden eine größere Bedeutung als Hinführung auf das Jagdschloss.

Innerhalb des Gebietes finden sich mehrere Flächen, die für unterschiedliche (temporäre) Ausstellungen genutzt werden können, was die Bedeutung und Frequentierung steigert. Zur Komplettierung des Ausstellungspfades wäre es denkbar auch in den öffentlichen Hausgartenbereichen einzelne Ausstellungsflächen zu integrieren.

Der Bereich zwischen Louis-Nathan-Allee und Waldmüllerstraße erfährt eine komplette Neugliederung. Der Besatz an Schweizer Häusern wird erweitert, so dass ein Wohngebiet entsteht. Dieses gliedert sich in private und öffentliche Flächen. Die Privatgärten sind von Hecken umschlossen. Die Vorgärten im Norden sind ebenso privat, aber öffentlich einsehbar.

Im südlichen Teil des Gebietes entlang der Bäke, die durch Wasserbecken erweitert wurde, finden sich die ‚öffentlichen Privatgärten’. Diese Flächen mit Gartencharakter sind für jedermann zugänglich und durch einen Weg erschlossen. Die kleinräumige Aufteilung bietet einen deutlichen Kontrast zu der weitläufigen Parklandschaft. Jede Fläche soll wie ein kleiner Hausgarten anmuten und ebenso wie ein solcher Sitzmöglichkeiten bieten. Da die Flächen versetzt sind und der Blick durch die Eibenhecken verwehrt wird, erschließt sich dem Auge jeder Garten erst nach der nächsten Biegung. Der dargestellte Garten dient als Beispiel für einen solchen öffentlichen Hausgarten.

Aufgeteilt in 2 Bereiche durch eine Eibenhecke, gelangt man durch den berankten Eisenlaubengang (z.B. Wisteria sinensis) entweder zum Schatten spendenden Sonnensegel oder zur offenen Sitzgruppe. Der Bereich nördlich der Louis-Nathan-Allee wird wieder in die umgebende Parklandschaft integriert.

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