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PETER-JOSEPH-LENNÉ-PREIS 2003

Ideenwettbewerb zur Landschaftsgestaltung und Freiraumplanung

Bearbeitung der Aufgabenstellung Bereich C - Landschaftsplanung

 

Landschaftsplanerisches, stadtplanerisches und freiraumgestalterisches Konzept zur Weißeritz in Dresden zwischen Plauenschen Grund und Mündung in die Elbe mit besonderer Berücksichtigung der Hochwasserproblematik

 

Räumliches Strukturkonzept

 

Das Bearbeitungsgebiet lässt sich in verschiedene Bereiche aufteilen. Den Bereich von der Mündung der heutigen Weißeritz in die Elbe bis zum Weißeritzknick, den Bereich vom Weißeritzknick bis zum Plauenschen Grund, der Plauensche Grund sowie der Bereich des historischen Verlaufs vom Weißeritzknick bis zur Elbemündung.

Das Strukturkonzept sieht für die nächsten 50 Jahre den stufenweisen Rückbau dieser Bereiche für den Hochwasserschutz sowie die Durchgrünung der Stadt Dresden bei gleichzeitiger Anbindung der innenstadtnahen Stadtteile mit der Innenstadt.

Die vorgesehenen Maßnahmen werden in vier Stufen erfolgen, wobei die Priorität der Maßnahmen den akuten Hochwasserschutz der Innenstadt berücksichtigt.

Der zunächst drastisch erscheinende großflächige Rückbau dient in der Zukunft dem nachhaltigen Hochwasserschutz und stellt nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten die einzige Möglichkeit zur Vermeidung zukünftiger Flutkatastrophen wie der vom August 2002 dar.

Eine Geländemodellierung der rückgebauten Bereiche sorgt dafür, dass das Gelände zur Weißeritz gleichmäßig abfällt. Der Bodenaushub wird teilweise für die Anlage von Schutzdämmen zum Schutz der Innenstadt sowie der angrenzenden Wohngebiete genutzt.

Ziel der gesamten Entwicklungsmaßnahmen ist die Konzentration der Weißeritz auf ihr altes Bett. Hierfür wird zunächst [bis ca. 2008/2010] das historische Gewässerbett als Notentlastung reaktiviert. Eine einseitige Rückverlegung des Emerich-Ambros-Ufers bricht den kanalartigen Verlauf der heutigen Weißeritz auf. Oberhalb des Weißeritzknicks erfolgt zukünftig die Aufweitung/ Aufwertung der Weißeritz [2028-2053].

Durch die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes „Plauenscher Grund“ soll dieser Gewässerabschnitt künftig vorrangig dem Naturschutz sowie durch Anlage bzw. Reaktivierung der alten Fußwegeverbindungen der naturverträglichen Erholung zur Verfügung stehen.

Die übrigen Grünflächen entlang der Weißeritz dienen zur Freizeitnutzung sowie weiterhin als Retentionsräume für künftige Hochwasserereignisse. Aus diesem Grund werden nur wassergebundene Wegeflächen eingebaut, die leicht wieder herstellbar sind. Auf feste Bauwerke [Ausnahme die aufgeständerten Gebäude] wird verzichtet.

Zur Ausstattung der Grünflächen werden temporäre/ mobile Installationen verwendet. Dies führt gleichzeitig zu einem erweiterten Nutzungsspielraum der Flächen [z.B. für Großveranstaltungen, Festivals, Märkte, Sportevents].

 

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