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Begrenzter zweiphasiger  Wettbewerb :stadt zum rhein - Bonn


Auslober:
Stadt Bonn


Rang:
2. Bearbeitungsphase



Auszug aus dem Erläuterungstext:

Konzept der Magistralen und der vier Bereiche

Entlang des Bonner Rheinufers lassen sich vier Bereiche funktional differenzieren. Das Konzept sieht vor, diese in ihrer Funktion weiter zu stärken und deren eigenen Charakter noch deutlicher hervorzuheben. Im Norden gibt es mit der Beethovenhalle und dem künftigen Festspielhaus einen kulturellen ersten Bereich, im Bereich der Bonner Oper gibt es mit der Rheinschifffahrt, den vorhandenen und geplanten Gastronomiebetrieben einen zweiten bunten und kulinarischen Bereich.
Im Süden liegt mit dem UN-Campus und dem WCCB-Neubau ein repräsentativer vierter Bereich vor, der über den dritten Bereich des Rheinufers, dem neuen Linearen Park, mit den nördlichen Bereichen verbunden ist. Der Lineare Park leitet dabei von der Innenstadt in den Rheinauenpark über.
Das Freiraum- und Strukturkonzept ist dabei weniger als klassischer Freiraumentwurf zu betrachten, der eine festgelegte Lösung liefert und ein planerisches Raster über das Gebiet zu legen versucht. Es ist vielmehr als ein Katalog von Einzelmaßnahmen bzw. punktuellen Eingriffen zu verstehen. 
Das Konzept aus der ersten Bearbeitungsphase zur zukünftigen Gestaltung des Rheinufers und der Verbindungen zur Innenstadt sollte an das historische Erbe und dessen Qualität unter Beachtung der kennzeichnenden historischen Strukturen und Elemente anknüpfen und dennoch eine historisierende Haltung vermeiden. Die vorgeschlagenen Impulse sollten hierbei die vielfältige und unterschiedliche Nutzung des Ufers durch eine entsprechende Zonierung in vier ineinander übergehende Teilbereiche berücksichtigen.
Die städtebaulichen Achsen der Stadt zum Rhein sollten stärker als bisher betont werden. Hierfür wurden „Magistralen“ vorgeschlagen. Axiale Sicht- und Wegebezüge in Längs- und Querrichtung sollen durch Aufweitungen vorhandener Wege- und Vegetationsstrukturen verstärkt werden. Punktuelle Maßnahmen rhythmisieren und ergänzen die Magistralen. Konzeptziel ist es, die Bewohner und Besucher sowohl entlang des Rheins als auch zum Rhein hin zu führen und dabei die jeweiligen Charakteristika der einzelnen Abschnitte im Bild des Betrachters zu kräftigen.
Diese Maßnahmen wurden in der ersten Bearbeitungsphase des Wettbewerbsverfahrens zur Diskussion gestellt. Im Rahmen des „Marktplatzes der Gestaltungsvorschläge“ wurden zahlreiche Anmerkungen zu den Chancen und Potenzialen des Erstkonzeptes aufgenommen. Wichtig war dem Publikum hierbei vor allem die Ausbildung der vorgeschlagenen „Magistralen“, die insbesondere im Bereich der Innenstadt als wichtig empfunden werden. Ebenso wichtig schien die Überarbeitung des gastronomischen Angebots im Bereich der Schiffsanleger und im Umfeld des Rheinpavillons.
Bei allen sechs Arbeiten der zweiten Bearbeitungsphase wurde durch die Bürgerschaft insbesondere noch einmal auf eine barrierefreiere Gestaltung verwiesen.
Im Rahmen der zweiten Bearbeitungsphase wurde auf die Anregungen und Anmerkungen in unterschiedlicher Weise reagiert.eichnender Weise setzen sich die drei Solitäre des Theaterplatzes (Theater, Wasserturm und Stadthalle) jeweils aus den geometrischen Grundformen zusammen:
Theater – Quadrat Wasserturm – Kreis Stadthalle – Vieleck.

Die Gebäude stellen daher nicht nur ein ihrer Funktion sondern auch in ihrer baulichen Gestalt und nicht zuletzt auch in der Oberflächengestaltung (weiße Putzfassade beim Theaterneubau, Sandsteinelemente beim Wasserturm, Verblender bei der Stadthalle) eigenständige Solitäre dar.Jeder Solitär wird daher auf eine eigene „Bühne" gestellt. Weisse Ortbetonbänder um die einzelnen Gebäude unterstreichen die Eigenständigkeit der Bauwerke. Dunkles kleinteiliges Pflaster umspielt die „Bühnen". Die städtebauliche Stellung der Baukörper wird auf diese Weise bewusst hervorgehoben. Es entsteht eine starke Dynamik. Es wird ganz bewußt auf die Ausbildung weitere Raumkanten verzichtet. Der neue Theaterplatz wird weniger als Platz, sondern vielmehr als raumgreifende Installation (Installation durch Konstellation) verstanden. Durch den Verzicht auf Baumpflanzungen im unmittelbaren Platzbereich wird die Situation sofort lesbar. Rückseitensituationen werden so vermieden.nach oben

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